Star Wars – Palast der dunklen Sonnen

Vor kurzem habe ich endlich den vor längerer Zeit begonnenen Kurzgeschichtenband „Palast der dunklen Sonnen“ aus der Star Wars Reihe fertig gelesen.

Story: 

Das Buch enthält eine Sammlung von Kurzgeschichten, die sich alle rund um die Vorkommnisse in Jabba’s Palast am Anfang von Episode 6 drehen. Bei jeder der Geschichten steht eine andere Nebenfigur, die im Film mehr oder weniger kurz zu sehen war, im Mittelpunkt, z.B. der Rancor-Hüter, Bib Fortuna, die Max-Reebo-Band oder die dicke Tänzerin. Alle Geschichten sind dabei so geschickt miteinander verwoben, daß sie sich gegenseitig ergänzen, und erst durch das Lesen aller Geschichten gewinnt man einen (halbwegs) vollständigen Eindruck, was sich – abseits von Luke Skywalkers Rettungsmission für Han Solo – sonst noch in dem düsteren Gemäuer alles abspielt.

Manche Geschichten beginnen einige Zeit vor Episode 6 und enden noch während der Handlung des Films. Andere setzen während der Handlung ein und führen darüber hinaus. Immer jedoch stehen die Schicksale der jeweiligen Protagonisten im Vordergrund. Man erfährt, über welche verschlungenen Wege sie an diesen Ort gekommen sind und mit welchen Wünschen und Hoffnungen sie ihm zu entfliehen versuchen. Einigen von ihnen gelingt dies auch, anderen (leider) nicht. In jedem Fall geben die Autoren einen detaillierten Einblick in die Gefühle und Motive der Figuren, so daß ihre Handlungen und Motive nachvollziehbar sind.

Eindruck: 

Positiv ist auf jeden Fall zu bemerken, daß diese Kurzgeschichtensammlung perfekt aufeinander abgestimmt ist und sich die verschiedenen Handlungsstränge so genial überlappen, daß man meinen könnte, eine einzige große Geschichte mit verschiedenen Schwerpunkten zu lesen. Die meisten der einzelnen Geschichten sind handwerklich sauber und bauen diese seltsam düstere, beklemmende Stimmung auf, welche so gut zu Jabbas Palast passt. Der Aufbau ist dabei geschickt gewählt, so daß jede weitere Geschichte einen weiteren Teil des Gesamtpuzzles hinzufügt.

Negativ fällt im gleichen Atemzug auf, daß man die Geschichten „am Stück“ lesen sollte, und nicht mal diese, mal jene mit längeren Pausen dazwischen, da man den Gesamtzusammenhang sonst nicht richtig mitbekommt. Auch die vorgegebene Reihenfolge sollte eingehalten werden, da sich so der Zusammenhang erst langsam erschließt. Zwar kann man auch einzelne Geschichten separat lesen, allerdings ergeben einige Stories nur zusammen mit anderen einen komplexeren Sinn.

Fazit:

Ein schönes Buch, wenn man alle Geschichten hintereinander liest. Wer schon immer mal die Schattenseiten des Star Wars Universums kennenlernen wollte, für den bietet das Buch eine Fülle von Material (auch für’s Rollenspiel. 😉 Allerdings sollte man sich auch wirklich Zeit dafür nehmen und sich auf die düstere Stimmung einlassen, um das Buch vollständig genießen zu können. Also nichts für zwischendurch.

3 von 5 Sterne.

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