Conan und die Amazone

So, letzte Woche habe ich endlich mein erstes Conan-Buch fertiggelesen. Ich hatte ja schon von mehreren Leuten gehört und auch in Büchern und im Internet gelesen, daß die Conan-Romane nicht wirklich viel mit den beiden Verfilmungen mit Arnie in der Hauptrolle zu tun hätten, aber nach der Lektüre dieses Buches wird mir erst klar, wie groß diese Kluft wirklich ist.

Zur Story:

In einer kleinen, armseligen Stadt trifft Conan, der Cimmerier, auf die Amazonenkönigin Achilea, die – wie man später erfährt – ihren Thron verloren hat und mit ihrem recht kleinen Gefolge auf Wanderschaft ist, und ist sofort fasziniert von dieser Frau. Zusammen mit ihr nimmt er den Auftrag an, ein seltsames Zwillingspärchen durch die Wildnis und weiter in die Wüste zu eskortieren, auf der Suche nach der geheimnisvollen Stadt Janagar. Der Legende zufolge war Janagar eine überaus reiche und mächtige Stadt, deren Einwohner praktisch über Nacht aus unerklärlichen Gründen geflohen waren. Die Stadt mitsamt ihrer Reichtümer sollte aber noch unberührt inmitten der Wüste existieren und nur auf jemanden warten, der mutig genug wäre, diese Reichtümer einzufordern. Wie sich herausstellt, haben aber noch andere Parteien Interesse an der Stadt, und auch diese birgt mehr Geheimnisse, als Conan und Achilea lieb ist. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt…

 Eindruck:

Der Autor John Maddox Roberts hat einen flotten Schreibstil, der die notwendigen Details knapp beschreibt, ansonsten aber recht „stromlinienförmig“, und somit schnell zu lesen ist. Dennoch hat man nicht das Gefühl, daß etwas fehlt, und man wird auch nicht mit unwichtigem Zeug „zugetextet“.

Die Handlung ist an sich zwar nicht neu, aber spannend und logisch umgesetzt und (was ich sehr schön finde) am Ende bleiben eigentlich keine offenen Handlungsstränge, so daß die komplette Handlung auch in diesem einen Band abgeschlossen ist.

Was ich zuerst sehr merkwürdig fand, nämlich das Vorhandensein einiger aus dem Cthulhu-Mythos bekannten Namen und Orte, fügte sich für mich recht schnell zusammen, als ich im Anhang eine Übersicht über die Conan-Romane fand, und sich der Autorenkreis von Conan und einigen Cthulhu-Geschichten doch sehr überschneidet. Nach dieser Entdeckung war es für mich, dann nicht weiter verwunderlich, daß auch in der Handlung des Romans direkten Bezug auf den Cthulhu-Mythos genommen wurde und sich die Großen Alten bzw. die Älteren Götter einmal mehr als Drahtzieher einer großen, weltumspannenden Verschwörung herausstellten.

Fazit:

Ein spannender, geradliniger Abenteuerroman mit ein wenig Fantasy und ein wenig Horror. Gerade richtig, um zwischendurch zu lesen.

3 von 5 Sternen.

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