Archive for the ‘B’ Category

Star Wars – Skywalkers Rückkehr

Mittwoch, Juli 2nd, 2008

Gerade habe ich das Buch „Skywalkers Rückkehr“ aus der Star Wars Reihe fertiggelesen.

Story:
Wir befinden uns zwischen Episode 4 und 5, wenige Monate nach der Schlacht von Yavin, wo Luke Skywalker den ersten Todesstern zerstörte. Von seinem Potential als Jedi-Ritter ahnt der junge Luke noch fast gar nichts, als er zusammen mit Prinzessin Leia und seinen beiden Droiden während einer geheimen Rebellenmission auf dem scheinbar unbewohnten Planeten Mimban notlanden muß. Doch dieser von ewigen Nebeln umhüllte Sumpfplanet beherbergt nicht nur einen geheimen imperialen Stützpunkt, sondern auch Legenden um einen sagenhaften Kristall, der besondere Kräfte besitzen soll. Doch bald sind nicht nur Luke und Leia hinter dem Stein her, sondern auch das Imperium und sein oberster Diener: Darth Vader, der Dunkle Lord selbst.

Eindruck:
Zur Abwechslung mal wieder ein Roman, der während und nicht nach den Filmen spielt. 1994 entstanden, muß er auf dem Beginn der Erfolgswelle mit Star Wars Literatur geschrieben worden sein, die Timothy Zahn’s Thrawn-Trilogie ausgelöst hatte. Also besser gleich ein bißchen runter mit der Erwartungshaltung, da eventuell noch nicht so sehr auf Kontinuität geachtet wurde. Interessanterweise kann Prinzessin Leia hier sogar einen Y-Wing fliegen, obwohl an keiner anderen Stelle, die ich bisher gelesen hatte, eine Andeutung auf ihre fliegerischen Fähigkeiten gemacht wurde. Aber das nur am Rande.

Die Hauptfiguren Luke und Leia sind vom Charakter her sehr gut dem Stil von Episode 4 nachempfunden. Er ist immer noch zum Teil der idealistische, ein wenig ängstliche Bauernjunge, sie die etwas hochnäsige, aber unsichere Prinzessin. Die Reaktionen und Emotionen sind durchaus glaubwürdig, wenn auch teilweise ein wenig hölzern.

Es ist einerseits erfrischend, andererseits ein wenig ermüdend, wie sie mit einiger Naivität von einem Schlammassel in den nächsten schlittern. Andererseits bleibt durch den etwas rasanten Erzählstil Alan Dean Foster’s auch eine Dynamik und Action in der Geschichte, so daß man eigentlich immer wissen will, wie es weitergeht.

Sehr schön aufgegriffen wird die Geschichte, wie Luke allmählich beginnt, den Umgang mit der Macht zu erlernen und somit wirklich eine Charakterentwicklung stattfindet. Ein wenig übertrieben wirkt da schon der finale Lichtschwertkampf zwischen Darth Vader und Luke Skywalker. Gemessen an dem Kampf aus Episode 5 schlägt sich Luke hier schon fast besser als später dort, obwohl er hier noch nicht mehr als die Grundzüge der Jedi-Lehren von Obiwan Kenobi erhalten hatte.

Fazit:
Ein spannender Roman aus der Zeit der ursprünglichen Star Wars Filme, kurz, knackig und leicht zu lesen, ohne jedoch an die Klasse der Thrawn-Trilogie oder der X-Wing-Reihe heranzureichen. Achja, und dieser Gott, dessen Statue den Kristall hält, hat auch überhaupt keine Ähnlichkeit mit einem der Großen Alten. 😉
3 von 5 Sternen.

Star Wars – X-Wing: Isard’s Rache

Montag, Juli 2nd, 2007

Gestern Nacht habe ich den 8. und bislang vorletzten X-Wing-Roman aus dem Star Wars-Universum fertig gelesen.

 Story:

Commander Wedge Antilles wird zum General befördert und mit der Aufgabe betraut, den imperialen Kriegsherren Krennel zu stürzen, der sich ein kleines, unabhängiges Reich mit einem Dutzend Planeten gesichert hat. Gleichzeitig erhält Corran Horn eine makabre Nachricht von einem ehemaligen Gefangenen der Lusankya, die nur eins bedeuten kann: Ysanne Isard, die Todfeindin der Rogue Squadron, lebt wider Erwarten doch noch und ist wieder aktiv. Während eines Einsatzes gegen Krennel gerät die Rogue Squadron dann in einen Hinterhalt – und bekommt ein Hilfsangebot von ungewohnter Seite: Ysanne Isard. Doch Wedge ist sich sicher, daß sie ein doppeltes Spiel treibt…

Eindruck:

Eine sehr spannende, nicht ganz geradlinige Story mit einigen Überraschungen, gut  und flüssig zu lesen, so wie man es von Michael Stackpole gewohnt ist. Setzt allerdings gewisse Kenntnisse im Star Wars Universum voraus, namentlich die Thrawn-Trilogie von Timothy Zahn, sowie die vorangegangenen X-Wing Romane, um auch alle Nebencharaktere und kleinen Andeutungen einordnen zu können. Es gibt eigentlich nichts, was man negativ über diesen Roman sagen könnte, außer daß die Übersetzungen der englischen Begriffe nicht konsequent in der ganzen Reihe durchgezogen wurden. Im Gegensatz zu den ersten 4 Romanen werden die Namen bekannter Raumschiffe hier teilweise im Englischen belassen.

Fazit:

Ein sehr guter, solider X-Wing-Roman, der sich gut in die vorhandenen Romane einfügt.

4 von 5 Sternen.

Diablo – Band 4: Der Mond der Spinne

Sonntag, Juni 24th, 2007

Nach etwas längerer Pause habe ich es geschafft, den bislang vierten Diablo-Roman zu lesen.

Story:

Lord Aldric Jitan wird von unheimlichen Träumen geplagt, die ihn schließlich auf die Spur eines mächtigen magischen Artefakts führen: des Spinnenmonds. Mithilfe des Nekromanten Karybdus versucht er damit, sich das Königreich Westmarch untertan zu machen.

Doch das Schicksal führt auch den  Nekromanten Zayl und seinen sprechenden Totenschädel Humbart in das westliche Königreich, wo er auf Lady Salene und ihren versoffenen Bruder Sardak trifft. Während fast jeder Zayl aufgrund seiner Zunft Verachtung und Furcht entgegenbringt, erbittet Salene von ihm einen Dienst: Er soll ihren verstorbenen Gemahl wegen einer angeblichen Schuld befragen, die Lord Jitan nun in Form ihres unheimlichen Anwesens einfordert, dessen Kellergewölbe viel weiter hinunterreichen, als nur in die Familiengruft.

Und während im Hintergrund um die Krönung des neuen Thronfolgers von Westmarch Ränke geschmiedet werden, wird offen die Jagd auf Zayl eröffnet, der von einem Schlamassel in den nächsten rutscht. Derweil bereitet der teuflische Karybdus ein Ritual vor, welches zu einer bestimmten Mondphase ausgeführt werden muß: dem Mond der Spinne. Und dieses Ritual könnte das Ende der Welt einläuten, holt es doch den Spinnendämon Astrogha zurück in die Ebene der Sterblichen….

Eindruck:

Ein weiterer Diablo-Roman von Richard A. Knaak, und ebenso wie Band 1 und 3 spürt man sofort den Wiedererkennungseffekt bestimmter Kleidungsstücke und ganz besonders der Zauber, welche die Nekromanten und später auch die Zauberin anwenden. Die Atmosphäre ist düster, aber durch die Protagonisten Salene, Zayl und Humbart hat man immer positive Figuren, welche die Geschichte vorantreiben und den Leser mit in die Geschichte hineinziehen.

Dies ist ja bereits der zweite Roman mit dem Nekromanten Zayl als Hauptfigur, und ich bin sehr zufrieden, wie der Autor das Problem mit Zayl’s in Band 3 verlorener Hand gelöst hat – es passt eben sehr zu dem Charakter. Auch die Sprüche des belebten Schädels Humbart sind mal wieder genial. Es steht diesmal nicht das persönliche Überleben, sondern das Schicksal der gesamten Welt auf dem Spiel, und trotzdem hat mir eine Spur der Dramatik aus Band 3 gefehlt, sozusagen das Quentchen, das aus einem guten Buch ein geniales Buch macht. Vielleicht liegt es unter anderem daran, daß man eigentlich immer damit rechnet, daß Zayl irgendwie aus jedem Schlammassel wieder gut rauskommt.

Fazit:

Ein gutes Buch, eine spannende Story, ein extrem hoher Wiedererkennungswert mit den aus dem Spiel bekannten Zaubern – echte Diablo-Lektüre eben. Empfehlenswert!

4 von 5 Sternen.

 

Star Wars – Palast der dunklen Sonnen

Donnerstag, Juni 14th, 2007

Vor kurzem habe ich endlich den vor längerer Zeit begonnenen Kurzgeschichtenband „Palast der dunklen Sonnen“ aus der Star Wars Reihe fertig gelesen.

Story: 

Das Buch enthält eine Sammlung von Kurzgeschichten, die sich alle rund um die Vorkommnisse in Jabba’s Palast am Anfang von Episode 6 drehen. Bei jeder der Geschichten steht eine andere Nebenfigur, die im Film mehr oder weniger kurz zu sehen war, im Mittelpunkt, z.B. der Rancor-Hüter, Bib Fortuna, die Max-Reebo-Band oder die dicke Tänzerin. Alle Geschichten sind dabei so geschickt miteinander verwoben, daß sie sich gegenseitig ergänzen, und erst durch das Lesen aller Geschichten gewinnt man einen (halbwegs) vollständigen Eindruck, was sich – abseits von Luke Skywalkers Rettungsmission für Han Solo – sonst noch in dem düsteren Gemäuer alles abspielt.

Manche Geschichten beginnen einige Zeit vor Episode 6 und enden noch während der Handlung des Films. Andere setzen während der Handlung ein und führen darüber hinaus. Immer jedoch stehen die Schicksale der jeweiligen Protagonisten im Vordergrund. Man erfährt, über welche verschlungenen Wege sie an diesen Ort gekommen sind und mit welchen Wünschen und Hoffnungen sie ihm zu entfliehen versuchen. Einigen von ihnen gelingt dies auch, anderen (leider) nicht. In jedem Fall geben die Autoren einen detaillierten Einblick in die Gefühle und Motive der Figuren, so daß ihre Handlungen und Motive nachvollziehbar sind.

Eindruck: 

Positiv ist auf jeden Fall zu bemerken, daß diese Kurzgeschichtensammlung perfekt aufeinander abgestimmt ist und sich die verschiedenen Handlungsstränge so genial überlappen, daß man meinen könnte, eine einzige große Geschichte mit verschiedenen Schwerpunkten zu lesen. Die meisten der einzelnen Geschichten sind handwerklich sauber und bauen diese seltsam düstere, beklemmende Stimmung auf, welche so gut zu Jabbas Palast passt. Der Aufbau ist dabei geschickt gewählt, so daß jede weitere Geschichte einen weiteren Teil des Gesamtpuzzles hinzufügt.

Negativ fällt im gleichen Atemzug auf, daß man die Geschichten „am Stück“ lesen sollte, und nicht mal diese, mal jene mit längeren Pausen dazwischen, da man den Gesamtzusammenhang sonst nicht richtig mitbekommt. Auch die vorgegebene Reihenfolge sollte eingehalten werden, da sich so der Zusammenhang erst langsam erschließt. Zwar kann man auch einzelne Geschichten separat lesen, allerdings ergeben einige Stories nur zusammen mit anderen einen komplexeren Sinn.

Fazit:

Ein schönes Buch, wenn man alle Geschichten hintereinander liest. Wer schon immer mal die Schattenseiten des Star Wars Universums kennenlernen wollte, für den bietet das Buch eine Fülle von Material (auch für’s Rollenspiel. 😉 Allerdings sollte man sich auch wirklich Zeit dafür nehmen und sich auf die düstere Stimmung einlassen, um das Buch vollständig genießen zu können. Also nichts für zwischendurch.

3 von 5 Sterne.

Conan und die Amazone

Montag, April 16th, 2007

So, letzte Woche habe ich endlich mein erstes Conan-Buch fertiggelesen. Ich hatte ja schon von mehreren Leuten gehört und auch in Büchern und im Internet gelesen, daß die Conan-Romane nicht wirklich viel mit den beiden Verfilmungen mit Arnie in der Hauptrolle zu tun hätten, aber nach der Lektüre dieses Buches wird mir erst klar, wie groß diese Kluft wirklich ist.

Zur Story:

In einer kleinen, armseligen Stadt trifft Conan, der Cimmerier, auf die Amazonenkönigin Achilea, die – wie man später erfährt – ihren Thron verloren hat und mit ihrem recht kleinen Gefolge auf Wanderschaft ist, und ist sofort fasziniert von dieser Frau. Zusammen mit ihr nimmt er den Auftrag an, ein seltsames Zwillingspärchen durch die Wildnis und weiter in die Wüste zu eskortieren, auf der Suche nach der geheimnisvollen Stadt Janagar. Der Legende zufolge war Janagar eine überaus reiche und mächtige Stadt, deren Einwohner praktisch über Nacht aus unerklärlichen Gründen geflohen waren. Die Stadt mitsamt ihrer Reichtümer sollte aber noch unberührt inmitten der Wüste existieren und nur auf jemanden warten, der mutig genug wäre, diese Reichtümer einzufordern. Wie sich herausstellt, haben aber noch andere Parteien Interesse an der Stadt, und auch diese birgt mehr Geheimnisse, als Conan und Achilea lieb ist. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt…

 Eindruck:

Der Autor John Maddox Roberts hat einen flotten Schreibstil, der die notwendigen Details knapp beschreibt, ansonsten aber recht „stromlinienförmig“, und somit schnell zu lesen ist. Dennoch hat man nicht das Gefühl, daß etwas fehlt, und man wird auch nicht mit unwichtigem Zeug „zugetextet“.

Die Handlung ist an sich zwar nicht neu, aber spannend und logisch umgesetzt und (was ich sehr schön finde) am Ende bleiben eigentlich keine offenen Handlungsstränge, so daß die komplette Handlung auch in diesem einen Band abgeschlossen ist.

Was ich zuerst sehr merkwürdig fand, nämlich das Vorhandensein einiger aus dem Cthulhu-Mythos bekannten Namen und Orte, fügte sich für mich recht schnell zusammen, als ich im Anhang eine Übersicht über die Conan-Romane fand, und sich der Autorenkreis von Conan und einigen Cthulhu-Geschichten doch sehr überschneidet. Nach dieser Entdeckung war es für mich, dann nicht weiter verwunderlich, daß auch in der Handlung des Romans direkten Bezug auf den Cthulhu-Mythos genommen wurde und sich die Großen Alten bzw. die Älteren Götter einmal mehr als Drahtzieher einer großen, weltumspannenden Verschwörung herausstellten.

Fazit:

Ein spannender, geradliniger Abenteuerroman mit ein wenig Fantasy und ein wenig Horror. Gerade richtig, um zwischendurch zu lesen.

3 von 5 Sternen.