Diablo – Band 4: Der Mond der Spinne

Nach etwas längerer Pause habe ich es geschafft, den bislang vierten Diablo-Roman zu lesen.

Story:

Lord Aldric Jitan wird von unheimlichen Träumen geplagt, die ihn schließlich auf die Spur eines mächtigen magischen Artefakts führen: des Spinnenmonds. Mithilfe des Nekromanten Karybdus versucht er damit, sich das Königreich Westmarch untertan zu machen.

Doch das Schicksal führt auch den  Nekromanten Zayl und seinen sprechenden Totenschädel Humbart in das westliche Königreich, wo er auf Lady Salene und ihren versoffenen Bruder Sardak trifft. Während fast jeder Zayl aufgrund seiner Zunft Verachtung und Furcht entgegenbringt, erbittet Salene von ihm einen Dienst: Er soll ihren verstorbenen Gemahl wegen einer angeblichen Schuld befragen, die Lord Jitan nun in Form ihres unheimlichen Anwesens einfordert, dessen Kellergewölbe viel weiter hinunterreichen, als nur in die Familiengruft.

Und während im Hintergrund um die Krönung des neuen Thronfolgers von Westmarch Ränke geschmiedet werden, wird offen die Jagd auf Zayl eröffnet, der von einem Schlamassel in den nächsten rutscht. Derweil bereitet der teuflische Karybdus ein Ritual vor, welches zu einer bestimmten Mondphase ausgeführt werden muß: dem Mond der Spinne. Und dieses Ritual könnte das Ende der Welt einläuten, holt es doch den Spinnendämon Astrogha zurück in die Ebene der Sterblichen….

Eindruck:

Ein weiterer Diablo-Roman von Richard A. Knaak, und ebenso wie Band 1 und 3 spürt man sofort den Wiedererkennungseffekt bestimmter Kleidungsstücke und ganz besonders der Zauber, welche die Nekromanten und später auch die Zauberin anwenden. Die Atmosphäre ist düster, aber durch die Protagonisten Salene, Zayl und Humbart hat man immer positive Figuren, welche die Geschichte vorantreiben und den Leser mit in die Geschichte hineinziehen.

Dies ist ja bereits der zweite Roman mit dem Nekromanten Zayl als Hauptfigur, und ich bin sehr zufrieden, wie der Autor das Problem mit Zayl’s in Band 3 verlorener Hand gelöst hat – es passt eben sehr zu dem Charakter. Auch die Sprüche des belebten Schädels Humbart sind mal wieder genial. Es steht diesmal nicht das persönliche Überleben, sondern das Schicksal der gesamten Welt auf dem Spiel, und trotzdem hat mir eine Spur der Dramatik aus Band 3 gefehlt, sozusagen das Quentchen, das aus einem guten Buch ein geniales Buch macht. Vielleicht liegt es unter anderem daran, daß man eigentlich immer damit rechnet, daß Zayl irgendwie aus jedem Schlammassel wieder gut rauskommt.

Fazit:

Ein gutes Buch, eine spannende Story, ein extrem hoher Wiedererkennungswert mit den aus dem Spiel bekannten Zaubern – echte Diablo-Lektüre eben. Empfehlenswert!

4 von 5 Sternen.

 

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