Wer MMORPGs (Massively Multiplayer Online Role Playing Games) spielen möchte, kennt das Problem: Viele dieser Games sind in der Anschaffung bereits so teuer wie ein „normales“ Computerspiel und erfordern darüber hinaus ein Abonnement mit fixen und teils hohen monatlichen Gebühren, egal ob man wirklich zum Spielen kommt oder nicht.
Auf der anderen Seite stehen die Free-to-play-MMORPGs, die keine festen Gebühren verlangen, dafür aber meist in Qualität und Umfang Abstriche machen müssen.
Die löbliche Ausnahme von dieser Regel ist „Runes of Magic“, ein Free-to-Play-MMORPG, das kostenlos heruntergeladen werden kann und sich auch komplett kostenlos spielen lässt. Alle spielrelevanten Bereiche sind frei zugänglich. Wer allerdings möchte, kann sich optional für echtes Geld eine besondere Spielwährung, Diamanten, kaufen, mit denen sich eine Fülle von Style- und Convenience-Items im spielinternen Item-Shop erstehen lassen. Dazu gehören permanente Reittiere, Möbel für die eigene Behausung, besondere Tränke, die Boni auf Erfahrung geben oder den Tod verhindern können, Haustiere, die dem Charakter durch die Spielwelt folgen, sowie schicke Kostüme ohne Werte, die mit vorhandenen Rüstungen verschmolzen werden können, um die Werte zu erhalten.
Scheinbar geht dieses Konzept auch auf, denn vor wenigen Tagen wurde die 2 Millionen Spieler Grenze geknackt.
Worum geht es bei Runes of Magic?
Vor Jahrtausenden gab es eine menschliche Hochkultur in der Welt Taborea, doch durch Kriege gegen die Dämonen und Nagas und andere Bedrohungen wurde die Menschheit fast ausgelöscht und musste sich in einen entlegenen Winkel der Welt zurückziehen.
Nun kehren die Menschen wieder auf den Kontinent Candara zurück, um in den Ruinen der Vergangenheit nach verlorenem Wissen zu forschen – Wissen, welches dringend benötigt wird, um erneut auftauchende Bedrohungen bekämpfen zu können. Auch die Elfen haben sich mittlerweile wieder den Menschen angeschlossen, um ihr altes Bündnis im Kampf gegen die finsteren Mächte zu stärken.
Doch ein uralter Orden hat bereits damit begonnen, ihre Bemühungen zu untergraben und das Böse zurück in die Welt zu holen….
Was bietet Runes of Magic?
* Eine interessante und epische Storyline, die sich in mehreren Quests durch das gesamte Spiel zieht
* 2 Spielbare Völker: Menschen und Elfen
* 8 Klassen: Krieger, Kundschafter, Schurke, Magier, Priester, Ritter, Druide, Bewahrer.
* Ein innovatives Dual-Klassensystem (s.u.)
* Eine praktische Weltsuche für NSCs, inklusive (begrenzter) „Automove“-Funktion
* Praktische Anzeigen für Questgegenstände/Questgegner, Questtracking.
* Housing: Jeder Charakter hat sein eigenes Haus, das er mit Möbeln individuell gestalten kann, die wiederum auch Boni geben können
* Gildenhousing: Ab einem bestimmten Gildenlevel kann die Gilde eine Burg errichten, die mit Möbeln und Zusatzgebäuden aufgerüstet werden kann
* kostenlose Updates: neue Kapitel und Features werden für alle Spieler kostenlos zur Verfügung gestellt (Vorteil: alle Spieler sind auf demselben Stand, Nachteil: Updates sind zwingend erforderlich)
* und vieles mehr.
Duales Klassensystem
Worauf ich nochmals gesondert eingehen möchte, ist das duale Klassensystem von Runes of Magic.
Bei der Charaktererschaffung kann man neben den üblichen optischen Kriterien auch seine Primärklasse wählen. Jede Rasse hat dabei Zugriff auf 6 der 8 Klassen. Diese ist absolut fix und kann nicht mehr geändert werden. Man kann theoretisch auch das gesamte Spiel bei einer Einzelklasse bleiben. Ab Level 10 kann man sich aber auch eine Sekundärklasse dazunehmen, die separat gelevelt wird.
Was das System so interessant macht, ist die Tatsache, daß nicht nur die Attributswerte der Sekundärklasse zu einem gewissen Teil in die Primärklasse einfließen, sondern auch, daß sich Teile der Fertigkeiten der Sekundärklasse für die Primärklasse nutzen lassen. So ist ein feuerballschleudernder Krieger oder ein heilkräftiger Ritter möglich, welcher die Einsatzmöglichkeiten des Charakters erheblich erweitert. Sollte die Gruppenzusammenstellung eine andere Klasse erforderlich machen, kann man seine beiden Klassen auch jederzeit an bestimmten Orten vertauschen. Dies ist sinnvoll, weil bestimmte mächtige Fertigkeiten nur für die momentan aktive Primärklasse einsetzbar sind.
Durch die Kombinationen lassen sich die Charaktere auch sehr individuell ausgestalten. Ein Krieger-Ritter entspräche z.B. einem klassischen Tank, während ein Krieger-Schurke eine Kampfmaschine mit zwei Einhandwaffen oder ein Ritter-Priester ein klassischer Paladin wäre.
Fazit
Für mich ist Runes of Magic eine willkommene Alternative zu gebührenpflichtigen MMORPGs und braucht sich vor diesen keinesfalls zu verstecken. Die hübsche Optik und spannende Storyline machen zusammen mit dem innovativen Dual-Klassensystem Lust, den unbekannten Kontinent zu erforschen und ihm die Geheimnisse der Vergangenheit zu entreißen.
5 von 5 Sternen.
Weitere Infos zu Runes of Magic gibt es unter: http://www.runesofmagic.de
Wenn ich Zeit und Lust habe, werde ich an dieser Stelle noch mehr über Runes of Magic schreiben.