Gerade habe ich das Buch „Skywalkers Rückkehr“ aus der Star Wars Reihe fertiggelesen.
Story:
Wir befinden uns zwischen Episode 4 und 5, wenige Monate nach der Schlacht von Yavin, wo Luke Skywalker den ersten Todesstern zerstörte. Von seinem Potential als Jedi-Ritter ahnt der junge Luke noch fast gar nichts, als er zusammen mit Prinzessin Leia und seinen beiden Droiden während einer geheimen Rebellenmission auf dem scheinbar unbewohnten Planeten Mimban notlanden muß. Doch dieser von ewigen Nebeln umhüllte Sumpfplanet beherbergt nicht nur einen geheimen imperialen Stützpunkt, sondern auch Legenden um einen sagenhaften Kristall, der besondere Kräfte besitzen soll. Doch bald sind nicht nur Luke und Leia hinter dem Stein her, sondern auch das Imperium und sein oberster Diener: Darth Vader, der Dunkle Lord selbst.
Eindruck:
Zur Abwechslung mal wieder ein Roman, der während und nicht nach den Filmen spielt. 1994 entstanden, muß er auf dem Beginn der Erfolgswelle mit Star Wars Literatur geschrieben worden sein, die Timothy Zahn’s Thrawn-Trilogie ausgelöst hatte. Also besser gleich ein bißchen runter mit der Erwartungshaltung, da eventuell noch nicht so sehr auf Kontinuität geachtet wurde. Interessanterweise kann Prinzessin Leia hier sogar einen Y-Wing fliegen, obwohl an keiner anderen Stelle, die ich bisher gelesen hatte, eine Andeutung auf ihre fliegerischen Fähigkeiten gemacht wurde. Aber das nur am Rande.
Die Hauptfiguren Luke und Leia sind vom Charakter her sehr gut dem Stil von Episode 4 nachempfunden. Er ist immer noch zum Teil der idealistische, ein wenig ängstliche Bauernjunge, sie die etwas hochnäsige, aber unsichere Prinzessin. Die Reaktionen und Emotionen sind durchaus glaubwürdig, wenn auch teilweise ein wenig hölzern.
Es ist einerseits erfrischend, andererseits ein wenig ermüdend, wie sie mit einiger Naivität von einem Schlammassel in den nächsten schlittern. Andererseits bleibt durch den etwas rasanten Erzählstil Alan Dean Foster’s auch eine Dynamik und Action in der Geschichte, so daß man eigentlich immer wissen will, wie es weitergeht.
Sehr schön aufgegriffen wird die Geschichte, wie Luke allmählich beginnt, den Umgang mit der Macht zu erlernen und somit wirklich eine Charakterentwicklung stattfindet. Ein wenig übertrieben wirkt da schon der finale Lichtschwertkampf zwischen Darth Vader und Luke Skywalker. Gemessen an dem Kampf aus Episode 5 schlägt sich Luke hier schon fast besser als später dort, obwohl er hier noch nicht mehr als die Grundzüge der Jedi-Lehren von Obiwan Kenobi erhalten hatte.
Fazit:
Ein spannender Roman aus der Zeit der ursprünglichen Star Wars Filme, kurz, knackig und leicht zu lesen, ohne jedoch an die Klasse der Thrawn-Trilogie oder der X-Wing-Reihe heranzureichen. Achja, und dieser Gott, dessen Statue den Kristall hält, hat auch überhaupt keine Ähnlichkeit mit einem der Großen Alten. 😉
3 von 5 Sternen.