Iron Man

Wow, so lange nicht mehr im Kino gewesen…

Story:
Der Film beginnt mit einem Knaller: Der exzentrische, versoffene und selbstverliebte Waffenproduzent Tony Stark wird bei einer Vorführung seiner neuesten Waffenkollektion in Afghanistan überfallen und durch eine seiner eigenen Granaten tödlich verwundet. Nur ein Elektromagnet, den ein findiger Arzt in seine Brust implantiert, hält die tödlichen Schrapnellsplitter von seinem Herzen fern. Supererfinder Stark macht aus dieser Not eine Tugend und baut sich aus Schrotteilen einen Mini-Reaktor, der nicht nur sein Leben erhält, sondern auch noch genügend Energie übrig hat, um eine metallene Rüstung mit Energie zu versorgen, die es ihm ermöglicht, aus der Gefangenschaft der afghanischen Terroristen zu entkommen.

Zurück in Amerika hat sich Stark auch innerlich gewandelt und will damit aufhören, Kriegswaffen zu bauen, aber die Vorstände seines Firmenimperiums haben da andere Pläne und beurlauben ihn kurzerhand. Das hält den cleveren Erfinder natürlich nicht davon ab, im Geheimen seine fliegende Metallrüstung weiterzuentwickeln, die er dann auch dringend braucht, als seine Feinde das Katz-und-Maus-Spiel satthaben und es zum dramatischen Showdown kommt…

Eindruck:
Erster Eindruck: Mal wieder so ’ne Superheldencomicverfilmung. Können die sich nichts anderes überlegen?
Zweiter Eindruck: Toller Held, so ein arrogantes Arschloch will doch keiner haben!

Und dann legt der Film richtig los! Und ist erfrischend anders als die üblichen Superhelden-/Comicverfilmungen. Das liegt zum einen an Schauspieler Robert Downey Jr. und seiner Rolle des Tony Stark, der sich selbst zu keiner Sekunde wirklich vollkommen ernst nimmt. Ob er nun die große Autobatterie seines Lebenserhaltungssystems mit sich spazierenträgt, in seiner Werkstatt erste Prototypen seiner Flugstiefel testet, die ihn mit ihrer Schubkraft erstmal gegen die Decke knallen lassen oder er beim ersten Start sein eigenes Haus ramponiert, immer hat er einen flotten Spruch auf Lager, der die Situation entspannt und ihm (im Kino, nicht im Film) einen Lacher garantiert.

Im Endeffekt sind es auch diese kleinen Dinge, die den Lebemann Stark sympathisch werden lassen und den Zuschauer im Laufe des Films an die Figur binden. Zwar macht der Charakter im Film auch eine Veränderung durch, aber die ist bei weitem nicht so gravierend, und im Endeffekt macht ihn das ebenso sympathisch. Er will gar nicht dieser selbstlose, edle Superheld sein. Er will cool sein und sicherstellen, daß auch alle wissen, wie cool er ist.

Zum Plot: Dieser wirkt, im Gegensatz zu anderen Genrevertretern, nicht aufgesetzt und gegen Ende wird das ganze Ausmaß der Verschwörung sichtbar, so daß die Story einen runden, abgeschlossenen Bogen bildet. Die Effekte sind (erwartungsgemäß) super und trotzdem recht gezielt eingesetzt, so daß sie den Zuschauer nicht völlig erschlagen.

Fazit:
Neben einigem Superhelden-Müll, der die letzten Jahre produziert wurde, endlich mal wieder ein gelungener Film über einen etwas anderen Superhelden. Gerade durch seine Fehler und seine Selbstironie wird Protagonist Tony Stark zum Sympathieträger und zieht den Film somit recht mühelos über das Mittelmaß hinaus. Meines Erachtens hätte wirklich nur ein Quentchen mehr von allem gefehlt, um den Film zur absoluten Spitze zu katapultieren.

4 von 5 Sternen.

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